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Nicht angemeldet (Samstag, 26. September 2026 15:23:32)  

Detailinformationen zum Modul 
Modulbezeichnung:
Transformative Persönlichkeitsbildung – Als Change Agents Nachhaltigkeit gestalten und Widerstände meistern
Modulbezeichnung (englisch):
Transformative Personal Education – Shaping Sustainability as a Change Agent and Overcoming Obstacles
Modulnummer:
88-050-BNE01-H-1026
Niveau:
Master (UNI)
Geberstudiengang:
MA Geographie: Bildung für nachhaltige Entwicklung
Typ:
Modul
Federführende Fakultät/Sprachenzentrum:
Mathematisch-Geographische Fakultät
Modulverantwortliche/r:
Hiller, Jan
Prüfende:
Leistungspunkte (ECTS-Punkte):
5
Kompetenzen:
1. Leitbilder und Modelle nachhaltiger Entwicklung
Die Studierenden können verschiedene Leitbilder und Modelle nachhaltiger Entwicklung erläutern und kritisch beurteilen, indem sie theoretische Grundlagen analysieren, kontrastive Fallbeispiele diskutieren und unterschiedliche normative Perspektiven reflektieren, um fundiert entscheiden zu können, welche Orientierungsmodelle in Bildungs‑ oder Organisationskontexten geeignet sind, transformative Prozesse anzuregen.

2. Anthropogener Klimawandel und Fehlinformationen
Die Studierenden können Ursachen, Dynamiken und Folgen des anthropogenen Klimawandels differenziert beschreiben und wissenschaftlich begründen, indem sie wissenschaftliche Quellen auswerten, Medienbeispiele analysieren und Fehlinformationen anhand von Evidenzkriterien überprüfen, um später sachgerecht und argumentativ fundiert auf klimaskeptische Aussagen in Lehr‑, Kommunikations‑ oder Beratungssituationen reagieren zu können.

3. Menschliche Wirkfaktoren und Handlungsmöglichkeiten
Die Studierenden können zentrale menschliche Wirkfaktoren auf das Klima erklären und daraus differenzierte Handlungsoptionen auf individueller, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene ableiten, indem sie systemische Zusammenhänge modellieren, transformative Praxisbeispiele analysieren und Wechselwirkungen zwischen Strukturen und Verhalten reflektieren, um später in verschiedenen beruflichen Rollen geeignete Strategien für nachhaltiges Handeln entwickeln und kommunizieren zu können.

4. Kommunikation und Konfliktmoderation
Die Studierenden können dialogorientierte Kommunikationsprozesse zu kontroversen Nachhaltigkeitsthemen gestalten und Konflikte konstruktiv moderieren, indem sie Methoden der Gesprächsführung, Perspektivenübernahme und Mediation praktisch erproben und reflektieren, um komplexe Nachhaltigkeitsdiskurse partizipativ zu gestalten und Widerstände in Gruppen lösungsorientiert zu bearbeiten.

5. Eigene Rolle als Change Agent und Selbstreflexion
Die Studierenden können ihre eigene Rolle als Change Agents in unterschiedlichen Handlungskontexten reflektieren und evaluieren, indem sie Selbstreflexions‑ und Feedbackmethoden anwenden, Rollenerwartungen analysieren und Coping‑Strategien im Umgang mit Unsicherheit, Ambivalenz und Rollenzuschreibungen entwickeln, um später authentisch, resilient und verantwortungsvoll in transformativen Prozessen wirken zu können.
Inhalte/Themen:
Wissen
- Verstehen zentraler Leitbilder und Modelle Nachhaltiger Entwicklung sowie ihrer normativen Grundlagen.
- Kenntnis der naturwissenschaftlichen und gesellschaftlichen Grundlagen des Klimawandels sowie der anthropogenen Ursachen.
- Überblick über wirksame CO₂‑Reduktionshebel auf individueller, institutioneller und struktureller Ebene.
- Wissen über Mechanismen und Strategien von Desinformation und Klimaleugnung sowie über evidenzbasierte Kommunikationsansätze.
- Vertrautheit mit psychologischen Konzepten zu Emotionen, Stress und Bewältigungsstrategien in Veränderungs- und Transformationsprozessen.

Können
- Analyse und kritische Reflexion von Nachhaltigkeitskonzepten im Kontext eigener Bildungs‑ oder Handlungspraxis.
- Erkennen und Entkräften von Fake News und Fehlinformationen auf wissenschaftlicher Grundlage.
- Anwendung von Emotions‑ und Selbstmanagementstrategien, um mit Emotionen wie Angst, Schuld oder Ohnmacht konstruktiv umzugehen.
- Entwicklung persönlicher Strategien zur Selbstfürsorge und Gestaltung eines nachhaltigen Engagements ohne Selbstausbeutung.
- Förderung von Ambiguitäts‑ und Frustrationstoleranz in komplexen gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen.
- Identifikation eigener Handlungsspielräume und Entwicklung realisierbarer Handlungsmöglichkeiten im Sinne einer gestärkten Selbstwirksamkeit.
- Anwendung von Coping‑Strategien bei emotionalen und motivationalen Belastungen im Kontext von Transformationsprozessen.

Haltung
- Verantwortungsbewusstes, reflektiertes und zugleich realistisches Verständnis der eigenen Rolle und Vorbildfunktion in Nachhaltigkeitsprozessen.
- Offenheit gegenüber Widersprüchen, Unsicherheiten und unterschiedlichen Sichtweisen.
- Bereitschaft zu langfristigem, authentischem und selbstfürsorglichem Engagement für Nachhaltige Entwicklung.
- Anerkennung individueller und kollektiver Grenzen von Verantwortbarkeit, ohne in Resignation oder Überforderung zu verfallen.
- Wertschätzender Umgang mit eigenen und fremden Emotionen als integraler Teil transformativer Bildungsprozesse.
Formale Voraussetzungen für die Teilnahme:
Empfohlene Voraussetzungen:
Lehr- und Lernformen/Lehrveranstaltungstypen:
Seminar (SE) (2 SWS)
Voraussetzungen für die Vergabe von ECTS-Punkten:
mit mindestens „ausreichend“ bewerteter Leistungsnachweis: Hausarbeit, Portfolio oder Präsentation
Zeitaufwand/Verteilung der ECTS-Punkte innerhalb des Moduls:
Kontakt-/Selbststudium: 1 ECTS-Punkt
regelmäßige und aktive Teilnahme oder Selbststudium: 1 ECTS-Punkt
Vor- und Nachbereitung: 1 ECTS-Punkt
Vorbereitung Leistungsnachweis: 2 ECTS-Punkte

Summe = 5 ECTS-Punkte
Modulnote:
Leistungsnachweis
Lehr- und Lernmethode:
Polyvalenz mit anderen Studiengängen/Hinweise zur Zugänglichkeit:
Polyvalenz auf Modulebene:
Zusatzstudium „Nachhaltige Entwicklung“
Studium.Pro
Turnus des Angebots:
WS , SS
Beteiligte Fachgebiete:
Professur für Geographiedidaktik und Bildung für nachhaltige Entwicklung
Bemerkung:
Pflichtmodul im MA-Studiengang Geographie: Bildung für nachhaltige Entwicklung, empfohlen im 3. Semester.