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Detailinformationen zum Modul 
Modulbezeichnung:
Theologisch-ethische Aspekte einer Bildung für Nachhaltigkeit
Modulbezeichnung (englisch):
Theologcal - Ethical Aspects on Education for Substainable Development
Modulnummer:
88-050-BNE-Theo-H-0419
Niveau:
Master (UNI)
Geberstudiengang:
MA Geographie: Bildung für nachhaltige Entwicklung
Typ:
Modul
Federführende Fakultät/Sprachenzentrum:
School of Transformation and Sustainability
Modulverantwortliche/r:
Birkel, Simone
Prüfende:
Prof. Dr. Simone Birkel
Leistungspunkte (ECTS-Punkte):
5
Kompetenzen:
Fachkompetenz – Die Studierenden lernen,

- Grundlagen religiöser Bildung für nachhaltige Entwicklung kennen
- das Leitbild nachhaltige Entwicklung aus theologisch-ethischer Perspektive zu reflektieren
- transformative Prozesse als moralische Lernprozesse zu deuten

Selbstkompetenz – Die Studierenden werden dazu ermutigt,
- sich irritieren und ansprechen zu lassen durch Andere(s), Fremdes und Unbekanntes,
- Perspektivenwechsel einzuüben und über den Status-Quo hinauszudenken,
- eigene (religiöse) Überzeugungen zu reflektieren und kritisch zu analysieren.

Sozialkompetenz - Die Studierenden üben sich darin,
- Vernetzungen aufzubauen und auszuweiten,
- gemeinsame Werte zu entdecken
- Kommunikationsprozesse mit kirchlichen / religiös orientierten Institutionen einzuüben

Methodenkompetenz – Die Studierenden können
- eine BNE-Veranstaltung mit kirchlichen Institutionen planen, durchführen und reflektieren
- Inhalte öffentlichkeitswirksam aufbereiten und präsentieren, für Bildungsprojekte erforderliche Methoden und Instrumente zur Strukturierung und Steuerung anwenden.
Inhalte/Themen:
Wahrnehmen: Erkundung und Aufsuchen von kirchlichen Transformations-Orten

Deuten: „cultural turn“ in Sozialwissenschaften und Theologie; aktuelle gesellschaftstheoretische Entwürfe und Zeitdiagnosen, u. a. Ökologisierung, (De-)Globalisierung, biblische Narrative

Antizipieren: Entwicklung von Visionen eines gelingenden Lebens für Mensch und Mitwelt; Realutopien.
Formale Voraussetzungen für die Teilnahme:
Keine
Empfohlene Voraussetzungen:
Erfahrungen im Bereich BNE, kirchliche Jugendarbeit, Verbände
Lehr- und Lernformen/Lehrveranstaltungstypen:
Vorlesung (1 SWS)
Seminar (teilweise geblockt) (2 SWS)
Voraussetzungen für die Vergabe von ECTS-Punkten:
mit mindestens ausreichend bewertete schriftliche Arbeit (Essay, Seminararbeit, Projektskizze; ca. 18.000 Zeichen ohne Leerzeichen)

Anwesenheitspflicht - Begründung Anwesenheitspflicht siehe Bemerkungen
Zeitaufwand/Verteilung der ECTS-Punkte innerhalb des Moduls:
Kontakt/Selbststudium in der Vorlesung 0, 5 ECTS;
regelmäßige und aktive Teilnahme am Seminar (unbenotetes Referat oder Präsentation und Diskussion): 1,5 ECTS;
Vorbereitung und Nachbereitung 1,5 ECTS;
Schriftliche Arbeit 1,5 ECTS
Modulnote:
Benotet (Note der schriftlichen Arbeit)
Lehr- und Lernmethode:
Polyvalenz mit anderen Studiengängen/Hinweise zur Zugänglichkeit:
Polyvalenz auf Modulebene:
Gebermodul für MA DFS
Turnus des Angebots:
SS
Beteiligte Fachgebiete:
Professur für Religionspädagogik; School of Transformation and Sustainability
Bemerkung:
Begründung einer Anwesenheitspflicht im Modul „Theologisch-ethische Grundlagen einer BNE im MA Bildung für Nachhaltige Entwicklung Eine Anwesenheitspflicht in diesem Seminar begründet sich fachlich und didaktisch, weil zentrale Lernziele nur durch aktive, dialogische und gemeinschaftliche Lernprozesse erreicht werden können. Das Seminar behandelt theologisch ethische Fragestellungen, die nicht allein durch individuelle Lektüre oder asynchrone Aufgaben erschlossen werden kön-nen, sondern auf Diskurs, Reflexion und gemeinsames Denken angewiesen sind. Die Be-gründung wird im Folgenden nochmals systematisch aufgeschlüsselt: 1. Das theologische Modul im interdisziplinär angelegten MA Bildung für nachhaltige Entwicklung setzt auf kooperative Lernformen. Vorlesung und Seminar sind so konzipiert, dass ein erheblicher Teil der Lernziele durch interaktive Methoden erreicht wird: - Gruppenreflexionen - Peer Feedback - Diskussionsrunden - gemeinsame Analyse theologisch-ethischer Texte - Fallarbeit 2. Nachhaltigkeitsethik ist ein Beziehungsfach: Verantwortung, Gerechtigkeit und Zukunftsethik erschließen sich erst im gemeinsamen Nachdenken. Der Diskurs lebt von der Präsenz der Beteiligten, weil nonverbale Signale, spontane Reaktionen und situative Dynamiken wesentlich sind. 3. Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) ist prozess und erfahrungsorientiert: BNE basiert auf transformativem Lernen, das laut UNESCO auf Partizipation, Kooperation und gemeinsamer Reflexion beruht. Es werden in der Veranstaltung Transformationsorte als außeruniversitäre Lernorte aufgesucht, die von theologischen und ethischen Konzepten inspiriert wurden. Transformative Lernprozesse entstehen durch Er-fahrungen, nicht durch reine Wissensvermittlung. Nachhaltigkeitskompetenzen wie Empathie, Ambiguitätstoleranz oder Zukunftsbewusstsein entwickeln sich im sozialen Miteinander. 4. Eine Anwesenheit ist Voraussetzung für eine faire Leistungsbewertung. Da die Leistung im Seminar nicht nur auf kognitiven Ergebnissen, sondern auf prozessbezogenen Kompetenzen beruht, ist Anwesenheit notwendig, um die aktive Teilnahme zu gewährleisten und die Gleichbehandlung aller Studierenden sicherzustellen. Die oben genannten Voraussetzungen verlieren ihren Wert bzw. die Veranstaltungen können in der konzipierten Form nicht durchgeführt werden, wenn Studierende nicht anwesend sind. Das Ziel, Nachhaltigkeit als Haltung zu entwickeln, entsteht durch Beziehung und Verantwortung, nicht durch Wissen alleine. Eine Anwesenheit fördert Verantwortungsübernahme, Verbindlichkeit und gemeinschaftliches Lernen und somit die zentralen Werte nachhaltiger Bildung.